Aufbau der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule (lat. columna vertebralis) ist eines der wichtigsten menschlichen Organe. Sie wird aus 24 Wirbeln, 23 Bandscheiben sowie Kreuz- und Steißbein gebildet. Vereinfacht ausgedrückt ist die Wirbelsäule die Halterung unseres Körpers. Sie trägt jedoch nicht nur Kopf, Hals, Arme und Becken, sondern ermöglicht uns auch unsere Bewegungen. Dabei kann die Wirbelsäule jedoch nicht als Gesamteinheit betrachtet werden. Vielmehr übernimmt jeder einzelne Wirbel und jedes noch so kleine Teil eine wichtige Rolle in unserem Stütz- und Bewegungsapparat. Gerade deswegen ziehen oft auch kleine Verletzungen an ihr schwerwiegende Einschränkungen unseres Lebens mit sich.

Die Wirbelsäule lässt sich grob in 5 Abschnitte gliedern. Von oben nach unten sind dies: die Halswirbel, die Brustwirbel, die Lendenwirbel sowie Kreuzbein und Steißbein. Stabilisiert wird die Wirbelsäule durch verschiedene Bänder und die Rückenmuskulatur. Erst dadurch wird dem Menschen ein aufrechter Gang ermöglicht.

Funktion der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule bildet den wichtigsten Teil des menschlichen Bewegungsapparates. Ohne sie könnten wir nicht sitzen, stehen oder laufen. Die Wirbelsäule hält unseren Körper aufrecht. Innerhalb ihrer Wirbel befindet sich außerdem das Rückenmark, das zusammen mit dem Gehirn das zentrale Nervensystem des Menschen bildet.

Erkrankungen der Wirbelsäule

Insbesondere in entwickelten Ländern bleiben Erkrankungen an der Wirbelsäule eine der am häufigsten auftretenden Krankheiten. Zu wenig Bewegung und ständiges Sitzen begünstigen die Entwicklung einer Erkrankung der Wirbelsäule.Allein in Deutschland werden die jährlichen volkswirtschaftlichen Kosten auf 9 bis 20 Milliarden Euro geschätzt. Schließlich sind chronische Rückenschmerzen nach einer Studie der Betriebskrankenkassen für mehr als vierzig Prozent der Krankheitstage verantwortlich.

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Rückenschmerzen. Häufig haben sie ihre Wurzel jedoch in Erkrankungen bzw. Fehlstellungen der Wirbelsäule oder des Beckens. Die medizinische Therapie ist in diesen Bereichen mittlerweile weit fortgeschritten. Wie bei den meisten Erkrankungen gilt jedoch auch hier: je früher mit einer Therapie begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Weil jeder Rückenschmerz ein Fall für sich ist und auch individuell behandelt werden sollte, ist eine genaue und gründliche Diagnostik vor und während der Therapie sehr wichtig.